Representations of the Holocaust (Lecture series in Bochum, Germany)

Screen Shot 2015-01-17 at 19.02.26 PMJede mediale und/oder künstlerische Repräsentation des Holocaust birgt ein unauflösbares Paradoxon in sich – nämlich ihre gleichzeitige Notwendigkeit und zwangsläufige Unzulänglichkeit. Dementsprechend wird die Frage nach der Darstellbarkeit bzw. der Un- Darstellbarkeit des Holocaust bis heute sowohl im öffentlichen wie auch im wissenschaftlichen Diskurs kontrovers diskutiert. Während die im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialist_innen begangenen Gräueltaten einer anhaltenden Erinnerung und damit auch einer fortlaufenden Darstellung bedürfen, um nicht in Vergessenheit zu geraten und nachfolgende Generationen zu mahnen, scheint jede Repräsentation des Holocaust ob der Grausamkeit der begangenen Verbrechen unzulänglich zu sein, da sie Gefahr läuft, dem unfassbaren Schrecken Sinn und Kohärenz zu verleihen.

Interdisziplinäre Vortragsreihe des Kunstgeschichtlichen Instituts und des Instituts für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, WS 2014/2015
http://www.holocaustimcomic-bochum.de/ausstellung